Aktuelles & Termine

Was uns die letzten drei Jahre gezeigt haben:

Im Rückblick zeigt es sich immer offensichtlicher, dass Globalisierung nicht nur ein weltoffener, schneller, erfolgreicher Handel und Austausch von Wissen und Informationen bedeutet. Globalisierung kann auch große negative Erscheinungen und Entwicklungen mit sich führen. Weltweite Pandemien (wie Corona), regional wirtschaftliche, negative Erscheinungen und Einbrüche (aufgrund von Kriegen und Krisen) fordern ihren Tribut. Bei unseren Partnern stiegen aufgrund dieser Tatsachen die Lebenshaltungskosten drastisch, die Arbeitslosigkeit stieg sofort wieder an und die Armut nahm wieder kräftig zu. Erfolgreiche Entwicklungschancen stagnieren oder wurden wieder zurückgeworfen.

Es zeigte sich einmal mehr, dass die BRÜCKE mit ihrer partnerschaftlichen Arbeit auf gutem Weg ist. Die Projekte und Programme zeigen Wirkung und Stabilität. Wir können aber die Hände nicht in den Schoß legen, es geht weiter.

Unsere 3 großen Zielvorgaben sind nach wie vor topp-aktuell:

- Die Stabilisierung der bestehen Infrastruktur und Schaffung von neuer (Kranken- und Bildungsbereich)

- Die beständige und stabile Medikamentenversorgung, Hilfe mit medizinischen Hilfsgütern und Hygieneartikeln aller Art

- Die besondere Bedeutung unseres cid-Programms (Hilfe und Versorgung von benachteiligten Kindern und Jugendlichen)

In Iringa, Tanzania haben wir zusammen mit der DESWOS-Köln ein weiteres Unterkunftsgebäude für 22 Schülerinnen der SecondarySchool gebaut, es wurde Ende August fertig. Die Einrichtung steht in Trägerschaft der Lutherischen Kirche von Tanzania und macht einen sehr guten Dienst. Um anteilig den Mädchen gute Chancen zu geben, haben wir uns gemeinsam engagiert. Das zusätzliche Unterkunftsgebäude rundet die Möglichkeiten und den Betrieb dieser Bildungsstätte ab. Auch hier haben wir ein Auge auf die zukünftige Trägerschaft und den Betrieb des Hauses geworfen.

„Vertrauen, Enthusiasmus und Entschlossenheit sind die Schlüssel, um jedes Ziel zu erreichen, wir besitzen alle drei.“ 


und noch einige bereits vergangene Informationen

Jahresaktion 2022

Jahresaktion 2022

Medizinische Hilfe und Betreuung für Neugeborene, Kleinstkinder und bedürftige Kinder 

Die Jahresaktion steht unter der Situation der allgemein gesellschaftspolitischen und wirtschaftlichen Lage in Zambia. Deutlicher lässt sich das mit drei fundamentalen Begriffen des Jahres 2021 erklären.

Zyklon aus Madagaskar kommend | Corona | Präsidentenwahlen

Die Länder des Südens sind schon lange im Würgegriff des Klimawandels angelangt. Die alljährliche Regenzeit setzt immer später ein und ist dann um so heftiger. So war es auch 2021. Als endlich der Regen einsetzte kam ein Zyklon aus Richtung Madagaskar und hat verschiedenste ostafrikanische Staaten überwalzt. So auch Zambia. Stürme und heftige Niederschläge haben verheerende Schäden angerichtet und das Land in arge Mitleidenschaft gezogen

Die Coronapandemie war schlussendlich auch in Zambia angelangt. In drei Wellen hat die Regierung einen Lock-Down verhängt und das öffentliche Leben total lahmgelegt. Aufschlussreiche Informationen, Daten, Statistiken und vor allem Hilfe gab es kaum, wenn dann sehr spät. Es gab keine staatlichen Hilfen

und die wirtschaftliche Situation der armen Bevölkerung hat sich noch weiter drastisch verschlechtert.

Im August schlussendlich standen die Präsidentenwahlen an. Im Vorfeld zeigte sich einmal mehr, wie die bisherige Regierung gewirtschaftet hatte und in welcher desaströsen Lage sich der Staat befindet. Die neue Regierung hat ein schier aussichtsloses Amt übernommen.

Die beständigen Partnerschaften und die gute Arbeit der Partnereinrichtungen sollen stabilisiert und gestärkt werden. Für das Jahr 2022 ist vorgesehen, deren Krankeneinrichtungen mit Medikamenten und medizinischen Hilfsgütern zu versorgen und so den Bedürftigen „unter die Arme zu greifen“.

Hierzu bitten wir um Ihre Unterstützung! 

Corona Unterstüzung

CORONA Hilfsaktion

  • Die Corona-Pandemie hat Afrika erreicht. In vielen Ländern schließen Grenzen und Schulen, immer mehr Kranke und Tote werden registriert. Die Pandemie und ihre wirtschaftlichen Folgen werden Armut und Hunger auf dem Kontinent verschärfen und das ist erst der Anfang. Kinder und Familien trifft dies besonders hart und auch die Menschen in unserer Partnerdiözese in Sambia.

  • Das Coronavirus verschlimmert die Lage in Sambia ohne Vorbereitung auf die Pandemie. Die Krankenstationen haben kaum Schutzkleidung, Masken und Beatmungsgeräte. Auch Dr. Pauline vom großen Hospital in Chilonga ist ratlos und berichtet, wir brauchen dringend Hilfe in dieser schweren Zeit.

  • Rigorose Ausgangssperren und Abstandsregeln sind angeordnet und die Frauen an den Wasserentnahmestellen treibt die Polizei auseinander und somit sind die Folgen fatal! Sie können auf den Märkten nichts anbieten und verkaufen und dadurch hat die ganze Familie verloren.

  • Das Coronavirus bedroht uns alle. Doch es gibt viele Menschen in Sambia, denen es besonders schwer fällt sich zu schützen. Wir helfen mit Schutzkleidung und Medikamente die durch Ihre Hilfe finanziert wird.

Handeln, bevor es zu spät ist

Helfen Sie Kindern und Familien in Sambia

Unterstützen Sie uns jetzt!

Jahresaktion 2021

Jahresaktion 2021 - Big 5 Nakonde Projekt

Jahresaktion 2021

Literacy Classes

  • Ein Hilfeschrei ging durch den zambischen Busch:

    Wir wollen, dass unsere Kinder zur Schule gehen können!

    Es sind die merkwürdigsten Umstände, die Kinder davon abhalten, zur Schule gehen zu können. Wir denken zuerst an weite, sehr weite Wege, an Schulgebühren, Schuluniformen, administrative Hürden.

  • Nein, es beginnt viel früher, bereits im Elternhaus, in der häuslichen und dörflichen Umgebung. Es gibt weit und breit keine Schule, Amtssprache ist Englisch. Daheim wird ausschließlich das CiBemba gesprochen. Die Eltern können weder CiBemba, noch Englisch schreiben oder/und lesen.

  • Was den Kindern bleibt ist die lokale Sprache im Wort. Doch das reicht nicht, in die Basic-School, Primary-School aufgenommen zu werden. Bereits hier blockieren Sprachbarrieren, Gepflogenheiten und das Umfeld des „ländlichen Raums“ jede Chance, dass ein Kind uneingeschränkt zur Schule gehen kann, dass es in die bürgerschaftliche Welt eintreten kann und dann auch mal mündiger, teilhabender Staatsbürger werden kann.

    Dies wurde schon früh erkannt, es wurde aber aufgrund von materiellen und finanziellen Engpässen nie aufgegriffen. Somit hat ein außergewöhnlicher hoher Prozentsatz, vor allem der ländlichen Bevölkerung, nie Anschluss an das Bildungssystem gefunden.

  • In den vergangenen Jahren wurde nun mit Nachdruck überall ein Programm HBC (home-based-care - Sozialstation) aufgebaut, ihm folgte in der Regel als weiterer Meilenstein das Programm OVP oder OSP (orphanage-vulnerable-children oder orphanage-support-program – Versorgung und Betreuung von Straßenkindern, Waisenkindern, verwahrlosten Kindern).

  • Nun sind alle unsere Partnerzentren im Aufbau von Literacy Classes. Eine befähigte und ausgebildete Person leitet die Einrichtung (vergleichbar einem Schulrektor), stellt weiteres Personal ein und baut einen infrastrukturellen „Hintergrund“ auf.

    z.B. in Nakonde haben es nun jährlich 8 von 10 Kindern geschafft von dieser Literacy Classe (oder auch Preschool genannt und in Verbindung mit einer Primaryschool) in die staatliche Schule zu wechseln und dort die Grundschulausbildung mitzumachen.

Literacy Classes
BIG 5 Nakonde Project

BIG 5 Nakonde Project

In der dörflichen, häuslichen Umgebung gibt es weit und breit keine Schule, daheim wir CiBemba gesprochen, doch Amtssprache ist Englisch. Die Eltern können beides nicht schreiben, den Kindern bleibt nur die lokale Sprache im Wort. Doch das reicht nicht in die Basic School aufgenommen zu werden. Ein hoher Prozentsatz der ländlichen Bevölkerung findet keinen Anschluss an das Bildungssystem. Daher sind all unsere Partnerzentren im Aufbau von Literacy Classes. Dank dieser schaffen es nun Kinder von dort in die Grundschule zu wechseln.

Schulprojekt Mulanga, Zambia
Baustelle Schulzentrum Mulanga, Zambia

Baustelle Schulzentrum Mulanga, Zambia

Das Schulprojekt Mulanga besteht insgesamt aus 4 Teilabschnitten. Der Errichtung von Lehrerwohnungen, dem Bau einer Basic-School, dem Bau einer Secondary-School und schlussendlich der Errichtung von Unterkunftsgebäuden (Dormitories) für die Schüler.

Wir sind nun bei den Dormitories angelangt, nun gilt es, alle finanziellen Mittel auf deren Ausbau zu fokusieren.

Im Endstadium soll Mulanga dann über ein topp-funktionierendes Schulzentrum verfügen, das im weiten Umkreis Wirkung zeigen soll.

Wer hier in die Zukunft der jungen Menschen investieren möchte, ist herzlichst dazu eingeladen!

Zurück ins Leben
Dr. Pauline Borsboom

Dr. Pauline Borsboom

Frauen mit Fistelerkrankungen sind gezeichnet. Sie trauen sich nicht mehr auf die Felder, in die Kirche oder auf den Markt und verarmen zusehends. Im zentralen Afrika kommt die Erkrankung relativ häufig vor. Geschätzte zwei Millionen Frauen leiden unter VVF (Vesico-Vaginal-Fistula). Ein Leiden, das im Westen kaum auftritt dank der guten Gesundheitsfürsorge. Pro Jahr steigt die Zahl der Frauen mit VVF um annähernd 100.000. Im Norden von Zambia sind es geschätzt ca. 10.000 Frauen, die VVF haben.

Sehr spät durchgeführte Kaiserschnitte, Hausgeburten ohne fachliche Unter-stützung, sehr junge Schwangerschaften und manchmal auch Vergewaltig-ungen sind für Fistelbildungen verantwortlich. Es kommt zu Verletzungen der Blasenwand und dauerhaften Öffnungen zwischen Blase, Scheide und Darm. Den erkrankten Frauen bleiben ähnlich wie Aussätzigen ein Leben in Isolation und Armut. Dies geschieht oft schon in sehr jungem Alter.

Dr. Pauline Borsboom

Die holländische Tropenärztin Dr. Pauline Borsboom arbeitet seit vielen Jahren im Hospital von Chilonga, Zambia. Seit 2003 ist sie ausgebildet, um VVF-Operationen durchzuführen. Sie erlernte die wichtigsten Kenntnisse für diese Operationen bei dem VVF-Chirurgen Kees Waaldijk, der in Nigeria arbeitet. Um die ansteigende Gesamtheit der VVF`s zu regeln, fand sie einen Helfer in dem irischen Gynäkologen Michael Breen in Zambia. Er kommt ein- oder zweimal im Jahr nach Chilonga um zusammen mit Dr. Pauline ca. 50 Frauen zu behandeln. Zu den anderen Zeiten operiert Pauline mit ihrem eigenen Mitarbeiterteam die weniger schwierigen Fälle. Viel Aufmerksamkeit wird der Aufklärung und Vorsorge gewidmet um auch einer Wiederholung der Erkrankung an VVF zu vorzubeugen.

Dr. Pauline ist seit 2003 in Zusammenarbeit mit der BRÜCKE am Großen Hospital von Chilonga als Tropenmedizinerin, Allgemeinärztin und Spezialistin für Frauenheilkunde tätig.

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